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Kamaldulenserkongregation des Benediktinerordens
Klostergemeinschaft von Camaldoli

Einsiedelei Camaldoli - Arezzo
Kloster Camaldoli - Arezzo
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Ursprünge und
wichtige Momente
in der tausendenjährigen Geschichte

vom 11. Jahrhundert
des zweiten Jahrtausends

bis zum 21. Jahrhundert
des dritten Jahrtausends
 
Hl. Romuald, Gründer der kamaldulensischen Eremiten
Einsiedelei Camaldoli
Der hl. Romuald und die Einsiedelei
(Auschnitt aus einem Ölgemälde)


Die Geschichte von Camaldoli

    Die Klostergemeinschaft Camaldoli blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück.
Ist das nicht ein bisschen viel zu glauben, dass eine Mönchs-gemeinschaft, die in einem von uns so entfernten historischen und kulturellen Kontext geboren worden ist, immer noch im Stande sei, mit ihrer Botschaft das Interesse der Männer und Frauen unserer Zeit zu wecken?
Es stimmt zwar, dass momentan eine bestimmte alternative Art von Tourismus für abseits liegende Ortschaften, für traditionelle Lebensformen, Küchenrezepte und gleichzeitig auch noch für intelligente Ferien in Klöstern wirbt, aber…

    Die Geschichte von Camaldoli kennenzulernen ist, in der Tat, die Entdeckung eines grossen Abenteuers des Geistes, das von Ordensbrüdern und -schwestern, angespornt von einer großen Liebe für Gott, unternommen wurde. Der Funke dieser Liebe wurde auf vielfältige Weise durch das Beispiel und die Lehre des hl. Romualds (+1027) entfacht.
Es waren Menschen und Gemeinschaften die fruchttragende, kreative Phasen gekannt haben; die manchmal aber auch auf dem Holzweg gelandet sind.

    Aber, wie in jeder wahren Liebesgeschichte, ist auch in den dunkelsten Augenblicken, in ihrem Bewusstsein die Faszination für jene ursprüngliche spirituelle Erfahrung, die durch den hl. Romuald und seine Anhänger zur Entstehung von Camaldoli geführt hatte, wach geblieben.
Durch diese tausendjährige Geschichte hindurch entdecken wir Augenblicke intensiver Vitalität, aber auch solche voller Schwäche, dann wieder Augenblicke von tatkräftigen Neuanfängen und von spiritueller, kultureller und organisatorischer Kreativität.
Kein Wunder, denn die Kamaldulenser haben auch die Zweifel, Gedanken und Herausforderungen der verschiedenen historischen Epochen, die sie erlebt haben, ernst genommen.

    Die Geschichte des hl. Romualds und von Camaldoli ist gewissermassen auch die Geschichte eines jeden von uns: die Geschichte von Geschöpfen, die eine geheimnisvolle Begegnung mit ihrem Schöpfer erlebt haben.




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Wichtige Momente der Geschichte  

Die Ursprünge  
Das 13. und  14.    Jahrhundert  

Das 15. Jahrhundert  
Das 16. Jahrhundert  
Das 17. Jahrhundert  

Das 19. Jahrhundert  
Das 20. Jahrhundert  


 
Hl. Romuald, Gründer der kamaldulensischen Eremiten
Hl. Romuald (Fresko)
Südwand des Refektoriums des Klosters Camaldoli

    Die lange und nicht immer einfache historische Entwicklung macht uns bewusst, dass der Reichtum und die Dynamik des spirituellen Erbes von Camaldoli und des hl. Romualds Früchte einer Vielfalt von Impulsen sind, die sich nicht auf eine einzige Leitlinie zurückzuführen lassen.

Die Botschaft, die von diesen Ursprüngen her kommt und den Mönchen und allen für den Geist offenen Menschen angeboten wird, ist vielfältig und einheitlich zugleich:


  • Jesu Nachfolge und Treue zum Evangelium als entscheidendes Maß der Orientierung in den verschiedenen historischen Situationen
  • der Mensch als Mittelpunkt im Plan Gottes und deshalb auch in der pastoralen Tätigkeit der Kirche, verbunden mit einer Flexibilität der Strukturen, um dem einzelnen Menschen gerechtwerden zu können
  • die Anerkennung der Verschiedenheit der geist. Gaben (Charismen) und Sensibilitäten, als Faktor gegenseitiger Bereicherung
  • die Einheit in der Verschiedenheit, in der der Pluralismus zur freundlichen Aufnahmebereitschaft gegenüber dem Nächsten wird, in gegenseitiger Anerkennung der eigenen Grenzen und der Grenzen des Anderen; Dialog als Seinsweise
  • das Bewusstsein, dass die Fülle der Potentialitäten, die zu den Gaben und Berufungen eines Mönches und jedes Menschen gehören, nicht in der Vergangenheit, sondern in der Zukunft, in dem sich enthüllenden Plan des Herrn, liegt


  •     Dies soll uns dafür sensibilisieren, dass die Vielfalt der Ausdrucksformen in den verschiedenen Kirchen und monastischen Traditionen nicht nur der Vergangenheit angehört, sondern, ganz im Gegenteil, fester Bestandteil der Gegenwart auf der Linie der vom Konzil angedeuteten Communio-Ekklesiologie ist.
    Die neuen monastischen Gemeinschaften, und nicht nur jene im Beziehungsnetz vom Camaldoli, die im Laufe der letzten Jahrzehnte in Italien und im Ausland entstanden sind und ihre Inspiration aus verschiedenen Traditionen schöpfen, sind für uns willkommene Geschprächspartner.
    Nur im fruchtbaren Dialog zwischen Tradition und Erneuerung wird man zur gegenseitigen Bereicherung im Dienste des Evangeliums und der Kirche gelangen.
    Die Verwurzelung in der Tradition und die Öffnung in Richtung Zukunft bilden die natürliche Basis für einen autentischen Dialog im ökumenischen und interreligiösen Bereich und im Zusammenhang mit Männern und Frauen aus jeder Schicht und Herkunft, die auf einer ehrlichen Suche nach Werten und Sinn sind. Vielleicht liegt gerade darin der Grund, weshalb eine grösser werdende Anzahl von Laien sich den monastischen Kommunitäten in einem Geist ehrlicher Freundschaft und gegenseitiger Annahmebereitschaft annähert.



    Fenster im Konferenzraum Cristoforo Landino, Kloster Camaldoli
    Kloster Camaldoli
    Fensterbogen des Konferenzsaales
    Cristoforo Landino, seit
    Jahrhunderten bis in unsere Tage
    Ort des Dialogs und des Austauschs

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