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Die monastischen Gemeinschaften von Camaldoli sind auf italienischem Boden seit dem Anfang des 11. Jahrhunderts ohne Unterbrechung bis heute präsent: eine zehn Jahrhunderte alte geistliche Verwurzelung, die auch heute noch lebenspendend und dialogfördernd wirkt.
Die ersten Einsiedeleien (Eremitagen) sind während des 11. und 12. Jahrhunderts in den apenninischen Bergen entstanden (Toskana, Marche, Umbrien).
Nach dieser Zeit der Etablierung und Expandierung folgt zunächst eine Periode des Stillstandes (14. Jahrhundert) und bald darauf eine zweite Expansionsphase (15. und 16. Jahrhundert), während der die Kamaldulenser sich auch in den Stadtgebieten niederlassen und in Italien, besonders in den Regionen Veneto, Piemont, Lazio und Sardinien, mehr als 100 Gründungen, Klöster und Eremitagen, aufweisen können.
Das 17. Jahrhundert kennt eine Verbreitung jener Kamaldulenser, die nach der Regel der Kongregation von Monte Corona leben, und die das eremitische Profil des monastischen Lebens ins Zentrum stellen.
Im 19. Jahrhundert, als Folge der Aufhebung der religiösen Orden und der Übernahme ihrer Ländereien, Gebäude und Kunst-, Schrift- und Archievgüter durch den Staat, geht die kamaldulensische Gemeinschaft für kurze Zeit auseinander. Der Neuanfang, gegen Ende des Jahrhunderts, beginnt im Kloster Fontebuona und im Sacro Eremo von Camaldoli, wo die Gemeinschaft wieder zugelassen wird.
Nach den ersten männlichen eremitischen Gemeinschaften kommst es, gegen Ende des 11. Jahrhunderts, auch zur Gründung der ersten weiblichen kamaldulensichen Kommunität, jener von S. Pietro di Luco in Mugello (Toskana); diese erfolgt auf Grund der Initiative von Rodolfo, dem 4. Generalprior der Einsiedelei Camaldoli.
Die weiblichen Kommunitäten sind weniger differenziert als die männlichen. Die älteste heute noch existierenden weibliche Kommunität ist jene vom Kloster S. Giovanni Evangelista in Pratovecchio (Arezzo), dessen Gründung ins 12. Jahrhundert zurückgeht und das von den Grafen Guidi umfangreich gefördert wurde.
Die Kamaldulenser sind nicht nur in Italien, sondern auch in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Polen, Ungarn, Österreich und, darüber hinaus, auch in den Vereinigten Staaten, Indien, Tansania und Brasilien präsent.
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